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Im kleinen Konferenzraum des Hotels Mauritzhof schaue ich mir das Filmwerk von Eva Meyer und Eran Schaerf Sie könnte zu Ihnen gehören. Das filmische Werk ist ein Kaleidoskop aus privaten Filmstücken einer jüdischen Familie aus Münster (Kriegszeit), zwei alten Kinostreifen (Nachkriegszeit) und der Aufnahme eines ebenso geschnetzelten Monologs vor/in der Kulisse unseres Stadttheaters. Ich kam mittendrin und ging nach einem Umlauf bis zu diesem Moment im Film wieder weg. Wie gut, dass ich 'alles' gesehen habe, denn sonst hätte mich mein Verstand sicherlich noch lange mit Spekulationen über fehlende Puzzleteile 'unterhalten', um einen Sinn greifbar zu machen. Dies ginge an der Wirklichkeit vorbei.

Kurz und bündig: die 'Filmcollage' hat mich nicht erreicht. Aber der Monolog ..!

Diesen Monolog spricht die münstersche Schauspielerin, während sie im Zuschauerraum oder Treppenhaus des Theaters wandelt - in Kostümen, die nach sience fiction anmuten. Vom Textfluss kann man da kaum reden, die schwermütige Materie erscheint starr wie Magma kurz vorm Erkalten. Diesen Eindruck verstärken noch die spannungsreichen Einsprengsel aus den Filmstreifen.

Der Monolog-Inhalt spannte mich auf das Folterrad der Unklarheit; wessen Erfahrung schimmert hier durch? Oder ... projiziere ich nur, dass die Passagen über ungreifbare Grenzen der Ich-Rolle im Leben jemandes Erkenntnis entstiegen? Nur gesprungener Spiegel eines philosophierenden Kaleidoskops? Höre ich 'Sinn', den kein Mensch gesät hat? Die Darstellerin schien den Raum hinter menschlichen Rollen und Identifizierungen noch nicht zu ahnen; wie ein Speichermedium zitierte sie Inhalte, die für ihr Leben irrelevant sind. Die Autorenebene ..? Und wenn sie die flüchtige Substanz aller Lebens-Rollen kennen, wieso kommt das so schwer daher ...

Den beabsichtigten Nachdenk-Aufenthalt auf der Gartenterrasse des Hotels nutze ich zum Fotografieren der skulpturenhaften Gartenbänke im Mauritzhof ... (Link für den Seitenblick)

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(Drei Wochen später) Ich hab's nicht ausgehalten. Dieser Monolog ... Ich musste ihn nochmals hören. Und tatsächlich - Genuss hoch drei. Statt zu spekulieren wie beim ersten Mal, ob und wer dies alles ... - hatte ich Zeit für jede gebotene Reflexion, die in sehr komprimierter Formulierung und in dichter Abfolge in den Raum ... rollten. Wie gewaltige Steinbrocken. Die alte Frage lebte auf: Warum kommt das so schwer daher ..? Ich glaube, ich sollte da nochmals hin, etwas fehlt hier noch ...

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