Nach der Vernissage bei einer Keramik-Künstlerin entstand eine längere Reihe von Bildern, die den nie existierenden Gegenständen sehr irdische Körper aus gebranntem Ton verliehen. Wenn ich mal keine neuen Form-Ideen bekam, wärmte ich einige alte von den Pastellbildern auf.

Die Beschäftigung mit dem Element Erde war zu dem Zeitpunkt so wichtig, dass ich fast den ganzen Garten mit bloßen Händen umgegraben habe, einige Plastiken aus dem dabei ausgebuddelten Lehm schuf und ernstlich daran dachte, mir ein Keramikatelier einzurichten. So weit kam es aber nicht, wenngleich mich das Plastische immer wieder fasziniert und lockt.

Nachdem die Keramik-Phase verebbt war, schaute ich etwas befremdet die schwergewichtigen Werke an. Hmm...

Ungewöhnlich kleine Formate sprachen mich plötzlich an. In den 'tanzenden' Inhalten spiegelt sich meine spätere Suche nach der Leichtigkeit des Seins. Denn zu jener Zeit beschäftigte mich mehr das Thema des Werdegangs allen Lebens. Ich war fasziniert zuzusehen, wie sich eine Idee auf den Weg machte, um Erfahrungen in der Welt der körperlichen Form und Bewegung zu sammeln. Sie wollte von allen Farben des Lebens kosten und übermittelte auch mir etwas von ihrem Lebensfeuer. Es bereitete mir große Freude, die Idee bis zum Ende ihres Lebens zu begleiten und dann ihre Nachfolgerin kennen zu lernen ...

Die ganze Serie war in der Mitte um mehrere Tänzerinnen länger und ist nicht chronologisch entstanden. Das allerletzte Bild (o. Foto) zeigte die Begegnung einer reifen mit der jungen Idee(tochter?) und betonte die Eigenständigkeit beider. Das Bild mochte ich sehr, aber es wollte lieber bei meiner Mutter hängen...