Zweite Begegnung mit der Kobra aus dem Traum vom 12. Januar.

Damalige Traumnotiz: Ich sitze in der Kirche (das weiß ich nur; während des Traums sehe ich nichts 'kirchliches' wie Altar oder so) an der hinteren Wand. Neben mir liegt auf der Bank eine Freundin, die geheilt werden möchte. Rechts von mir gibt es eine Reihe von weiteren Stühlen - alle besetzt. Nach meinem Raum-Empfinden bilden die Stühle eine gerade Linie zur Kirchenmitte (oder zum Altar?) irgendwo weiter rechts. Auf einmal sehe ich einen schwarzen Panther, der auf den Schoß einer Person neben mir aufspringt und dann über die Knien von den Nachbarn weiter stolziert. Mir wird plötzlich klar, dass es nun darum gehe, seinen gefährlichen 'Bestien' zu begegnen. Dieses Wissen hatte im Schlepptau eine alte Erinnerung an jenes berühmte Alptraum-Beispiel über die Flucht vor einem Löwen, in dem der Träumer - statt dem Tier zu entkommen versuchen - sich einmal umdrehte, und der Löwe ihn dann liebevoll am Gesicht geleckt habe.Gleich nach der Erinnerung erscheint in mir das Wissen, dass auch ich meiner 'Bestie' zu begegnen habe ...

Das ahnende Wissen proiziert das Bild einer aufrecht stehenden Riesenschlange mit gespreiztem Nackenschild. Die Schlange sieht edel aus, würdevoll, königlich - ich sehe sie gar nicht bedrohlich und doch führt sofortige Panik meine Hände vor die Augen. Dann lasse ich aber die Hände bewusst herunter und schaue in den Raum. Die Schlange - wie ich sie gerade im Kopf sah - ist menschgroß aufgerichtet und bewegt sich seitlich entlang der Sitzreihe in meine Richtung. Gleich wird sie vor mir sein und ich bin fest entschlossen, sie zu küssen, sobald sie vor meinem Gesicht erscheint. Der entscheidende Augenblick ... verschwindet im Nebel des Nichts.

Die unklare Erinnerung an den Ausgang sugeriert, dass „nichts Besonderes passierte“ oder, dass der entscheidende Augenblick noch nicht stattgefunden habe ... Nach dem Wachwerden rätsele ich um den Symbolgehalt der Schlange, aber außer der nicht überzeugenden Erinnerung an die Teufel-Schlange im biblischen Paradies kommt mir nichts in den Sinn. Was sollte das denn sein, jenes Teuflische in mir, dass es zuzulassen gelte ..? Beide Traumlexika besprechen das Schlangensymbol lang und ich meine ... vieles und nichts gefunden zu haben. Später habe ich in der Wikipedia gefunden, dass ich im Traum einer Kobra begegnet bin - und zwar einer in Angriffshaltung, denn Kobras breiten ihren Nacken angesichts einer Gefahr aus, um bedrohlich auszusehen...

Und nun ... bei einer Visualisierung im Wochenend-Seminar erschien mir die Kobra wieder und lachte giftig meine Unfähigkeit aus ... Es ging ihr darum, dass ich mich von der Angst vor dem offenen Ausdruck der aggressiveren Energien in mir lähmen lasse.

Tja, ... ich hoffe aber, bei diesem Wochenend-Seminar einen Durchbruch in der Frage zu erleben. Die aggressive Kursleiterin habe ich heute mehrere Male zurückgewiesen. Morgen werden wir's sehen, ...

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Ergänzungs-Nachtrag vom Dezember 2006:

Im Internet fand ich zufällig einen Song über einen anderen Kobra-Traum - mit einem happy end, wie ich neidvoll feststellte ... Den Text zittiere ich nachstehend. Wer das wunderbare Lied auch hören möchte, oder gar die CD kaufen, kann dies auf der Gangaji-Seite tun.