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Es war einmal ... ... ein Traum. Vor 4-5 Jahren - in der Epoche meiner Erforschung der esoterischen Gärten. Mein Leben war ein Trümmerfeld und ich suchte nach irgendeinem Halt. In einem Selbsterfahrungsseminar hörte ich von Seelenfamilien und sehnte mich nach der Begegnung von Meinesgleichen. Dies stand aber nicht an ... Zum Trost bekam ich also einen Besuch im Traum. Das Bild zeigte mich vor einem entfernten Wald stehen. Auf mich zu kam ein Schwarm kleiner Vögel angeflogen. Als die ersten vor mir landeten, definierte sie mein Kopf als eine Art Bachstelzen - allerdings lachsfarbig wie besonders helle Flamingos. Der ganze Luftraum bis zum Waldrand hin war voll von dem zarten Rosé. Im Traum herrschte die Gewissheit, dass ich meinen Seelengeschwistern begegnet wäre. Als ich aufwachte, hielt der Zustand einer warmen Ergriffenheit länger an und es war mir ein Anliegen, etwas davon in ein Bild einzufangen. Daraus wurde nichts, denn ich konnte mich nicht von der Buchstäblichkeit des Traumbildes mit den Vögeln lösen. Im festen Glauben keinen Vogel richtig zeichnen zu können, stöberte ich in Büchern auf der Suche nach ähnlichen Vögelgestalten und ... nach Fotos, die sie in verschiedenen Perspektiven beim Anflug zeigen würden. Das ließ natürlich viel Zeit ins Land fließen und ... der Traum büßte an Kraft ein. Aber die Sehnsucht nach der einstigen Erfahrung und die Vorstellung, dass ich sie wiederholen könnte, wenn ich das Vögel-Bild malen würde, waren häufige Gäste bei mir - ohne viel Wirkungskraft allerdings. Vor ein paar Wochen ... krammte ich meine alten Skizzen aus den Schranktiefen heraus. Es müsste doch endlich mal klappen! Der Kalender schien aber kein passendes Format für das Vorhaben bieten zu können. Und heute griff ich einfach zwei Vogelgestalten aus der Gruppe heraus und übertrug sie ins abgesteckte Feld. Der ganze Sonntag Nachmittag war nötig, bis der zarte Farbton des Federnkleides stimmte. Es war aber auch das Einzige, was im Bild stimmte, denn es wurde bald klar, dass die Kalender-Vögel nicht unbedingt die Grußbotschaft einer Seelenfamilie übermitteln wollten. Statt der ersehnten Herzenswärme, machte sich Befremdlichkeit breit. - Was soll denn die Geschicht? Was für eine Story ist das nun? Merkwürdige Begegnung mit ..? Das hockende Weibchen schaut mit einer Priese Distanziertheit dem temperamentvollen Anflug des Männchen zu. Wer sollte denn das sein? Keine Ahnung. Oder doch? Vielleicht ... Nein, Quatsch. Obwohl... na ja, das wäre wohl ganz nett. Warum nicht. Schade, dass wir uns so selten sehen. - Hola! Stop! Das ist nur ein Anflug von wirklichkeitsfernem Schwärmen meiner romantischen Saite. In diese Richtung brauche ich wirklich nicht hinzudenken. Während ich den viel zu dunkel geratenen Hintergrund bearbeite, klingelt das Telefon. Ein anderer Vogel. Ich willige in eine Stunde Spaziergang durch die nahen Felder ein. Was er in den letzten Wochen getan hätte? - führe ich brav den Smalltalk. - Auf mich gewartet ... Wow, dieser Vogel verbirgt sein Interesse kaum. Sein Streben passt nicht schlecht zu meinem Bildchen. Und meine Reaktion auf den Ansturm auch: Ein netter, lieber Mensch, aber er ist ganz eindeutig nicht der Vogel. Wie sag ich's ihm bloß? . | ||