![]() | ||
Tatort: Atelier | ||
12. Dezember 2004 Lange nicht mehr geplaudert. Die Konkurrenz hat mich abgelenkt ... Damit meine ich die Website der Deutsch-Französischen Gesellschaft, die ich glaubte nebenbei kreieren zu können und die mich doch viel stärker in Anspruch genommen hat - und auch weiterhin nach mir ruft. Wer reinschauen will, was wir da so machen, kann gerne in unserem Kalender oder in der Foto-Chronik blättern - voilà: www.muenster.org/dfgms/
Neues aufs Tapet ..? Im Oktober habe ich geschrieben, dass da eine neue Idee aufs Tapet kam und zwar die Tapete. (Übrigens, das Tapet - ist nur ein sehr ferner Verwandter der Tapete, der einst zum Decken der Konferenztische diente.) Damals begleitete ich jemanden zum Arzt in Wuppertal und sah im Wartezimmer eine Prägetapete, die mich so faszinierte, dass ich sie berühren musste. Sie fühlte sich angenehm weich und körperwarm an, wie wenn es lebendige Haut wäre. Das Oberflächenrelief lies mich gleich an die mit Strukturierungspasten gestalteten Leinwände denken und so war der Funke gesprungen. Zu Hause in Münster suchte ich bald nach dem neuen Malgrund und blätterte mit Genuss in dicken Tapetenmuster-Katalogen. In diesem Umfeld entstand die Idee, ein dickes Buch mit Tapetenbildern zum Blättern zu schaffen. Die neue Idee erwies sich wenige Wochen später als eine geniale Lösung für die kreative Wintersaison, nachdem meine Atelierveranda doch noch ungemütlich wurde. Die Katalog-Formate (z.Z. sind es 40x53cm und 20x30cm) lassen sich bequem auf dem Wohnzimmertisch handhaben. Insbesondere die kleineren Blätter verführen mich immer wieder mal eben etwas Farbe aufzutragen und zu schauen, was sie heute macht... Und so wächst die Sammlung stetig. Sollte diese Idee langlebig werden, kann ich vielleicht eine Ausstellung mit mehreren gebundenen Büchern zu organisieren. Nicht hier im Internet - in einer Bücherei oder so. Und jetzt genieße ich noch die Freiheit des wage festgelegten Zwecks und male, male, male. Das Wort malen ist vielleicht nicht das geeigneteste, denn ich benutze so gut wie nie einen Pinsel, auch kein Wasser und kein Verdünnungsmittel. Wie einst beim Pastellieren, begegnen sich meine Haut, die Farbe und der Malgrund direkt. Anfänglich habe ich die mit Acryl gestalteten Bögen mit feinen Öllasuren bedacht, aber das ließ ich schnell sein, denn soviel Platz habe ich in der kleinen Wohnung nicht, um tagelang 10-20 Bögen zum Trocknen aufzuhängen. Der malerische Spieltrieb tobt sich nun in Eintagslaunen aus - mal wird auf mehrere Blätter ein in Farbe getauchtes Gemüsenetz gestempelt, mal wird mit dem Messer geschabbt, mal mit zartem Wattestäbchen getuppt. Kurzum: das branchenübliche Herumprobieren. Bis jetzt habe ich nur 3 Bögen aufgeben müssen - sie gingen beim Malen kaputt - alle anderen lege ich voller Respekt oder noch öfter mit schierer Begeisterung zu der Sammlung. Ohne Qualitätsauslese. Mein Ding ist nur Malen - Jury spielen überlasse ich der äußeren Welt. So hat jeder seinen Spaß. Bald können Sie diese Welt werden. Denn ich beabsichtige die Bögen jetzt schon mal ein bißchen in die Welt hinauszuführen. In der Weihnachtszeit startet meine zweite virtuelle Ausstellung in der e-gallery. Ich hoffe, dass Sie während der Feiertage eine Mußestunde für einen Besuch in meinem Tapeten-Cinema finden werden. Ob Sie nun dazu kommen werden oder nicht - ich wünsche Ihnen viele freudvolle Stunden zum Ausklang dieses Jahres.
Alinas e-gallery, Kunstgalerie, Internetgalerie, virtuelle Galerie, eGalerie, Autorengalerie, Kunstausstellung, Internet-Ausstellungen, Kunst, Malerei, Acryl, Acrylbilder, Öl, Ölbilder, Leinwand, Tapete, Mischtechnik, mixed media, Atelier, Kunstwerkstatt, | ||