![]() | ||
Neuen Boden unter die Füsse ... Die Kunst musste warten. Das Handwerk war in meinem Atelier dran. Der heutige Bericht zeugt von meinen Fähigkeiten im nicht erlernten Beruf ... Seit Mitte Juni war ich drauf und dran das leidige Thema des unebenen Bodens meiner Veranda zu beenden ... Was lange währt - wird was ... verspricht eine leichtfüßige Redensart. Mag sein, aber Langsamkeit entspricht beileibe nicht meinem Natürell, oh nein. Deswegen war ich es gründlich leid, das Thema noch länger vor mir zu schieben. Ich erspare Ihnen die Litanei, worüber ich jahrelang stöhnte. Hier ist nur der Fotobericht über die Kampf-Phasen meiner letzten Bataille ...
Die ursprünglich nicht überdachte Terrasse wurde nach Art eines nüchternen Autoabstellplatzes angelegt. Der Regen hat die Basaltsplitter aus den Fugen zwischen den Pflastersteinen ausgespült, was dazu führte, dass sich der später von mir darauf gelegte Bodenbelag in die leeren Fugen hineindrückte und schwer sauber zu halten war. Außerdem war es schwer, einen Stuhl oder Tisch so zu stellen, dass alle seine Füsse einen Stein und nicht die leere Fuge unter sich hatten ... Deswegen verbrachte ich Sonntag und Montag damit, die Fugen neu zu füllen. Außerdem ... In der Ecke schichtete ich sage und schreibe 60 kg Basaltsplitter auf, um den gesenkten Boden wieder zu ebnen. Schritt 2. Den Mittwoch-Nachmittag benötigte der Kanaldeckel. Unzählige verschieden große Stücke des alten Bodenbelags fügte ich um den aufragenden und schief stehenden Betonkreisel, um die unerwünschten Treppen mitten auf der Veranda zu nivellieren.
Anschließend habe ich zwei Nachmittage lang die gefüllten Fugen mit 250m Tesa zugeklebt, damit die Splitter während des Verlegens nicht zwischen die Pflastersteine und den Teppich gelangen, denn das gäbe ja sehr bald Löcher im Belag. Was so leicht klingt, entpuppte sich als eine verdammt schwere Arbeit - das weiß nur jemand, der schon mal gegen die Anziehungsskraft des Tesafilms gekämpft hat - die Splitter sprangen aus den Fugen dem Band entgegen - bis 2 cm hoch und blieben an unerwünschten Stellen kleben ... | ||
Freitag. Damit der Bodenbelag nicht allzuschnell schimmelt (kein Betonboden derunter, nur gestampfte Erde!) habe ich den ganzen Boden mit Folie ausgelegt. Das ging relativ schnell und bereitete keine Probleme. Anschließend kam das Schwierigste. Es galt, die gewichtige Rolle aus dem Wohnzimmer wieder hinaus zu befördern und dabei die Folie nicht zu verletzen. Da verzweifelte ich am meisten, aber oh Wunder ... ich habe es geschafft. Überglücklich ging ich nach Mitternacht ins Bett. Das Ende meines Kampfes war in Sicht. | ||
Endlich wieder mal konnte ich vor dem Aufbruch zur Arbeit in der Schule auf der Veranda frühstücken. Der Anblick des 'edlen' Bodens am nächsten Morgen machte mir Mut ... Denn was hier so perfekt aussieht, ist noch nicht das letzte Wort in der Bodengeschicht'. Rechts wartet ja noch die zweite Rolle ... mit einem viel dickeren Belag. Doppelt hält besser ... wird ja behauptet. Was ich mir davon versprach? Ich hoffe einfach, die Unebenheiten der Pflasterterrasse nicht mehr bei jedem Schritt zu spüren. | ||
Gleich nach der Schule (bis in die Nacht) vollzog sich der letzte Akt. Am Samstag räumte ich alle Möbel wieder ein, und breitete die Kalenderbahn aus .... Endlich kann ich wieder malen! Los geht's ! In der Ecke warten ja schon die frisch besorgten Leinwände für die ...Goldbilder !!! Das Kalenderbild vom 5. August hat mir die Schubkraft für die neue Serie gegeben. Mal sehen, ob dies auch nach der 'Kunstpause' noch wirkt. Denn ... in den letzten Tagen floß eine ganze Menge Kreativität in die handwerkliche Arbeit ab. Immer wieder staunte ich über die vielen Ideen, die mir den Weg aus dem 'keine Ahnung' zu 'so geht's weiter' gewiesen hatten.
| ||