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April 2009

Im Atelier ist nichts los; seit einem halben Jahr schon male ich nur noch verbal. Die Veröffentlichung des Mexiko-Romans beanspruchte meine ganze Zeit und Freude. Nun habe ich das Buch an den Verlag geschickt und kann endlich mal etwas davon erzählen.

Da die ursprüngliche Idee, die Kulisse des Reiseromans auf Fotos zu zeigen schlichtweg unbezahlbar war, kreierte ich eine Webseite, wo dies ausfürchlicher und auch gratis erfolgen kann. Stattdessen sind ins Buch einige Illustrationen eingezogen, die sich hauptsächlich auf Stimmungen und Erlebnisse beziehen. Vier von ihnen hatten meine früher gemalten Bilder zur Grundlage. Um zusätzliche Elemente ergänzt und digital bearbeitet fügten sie sich nahtlos in den Erzählfluss ein. Drei Illustrationen habe ich extra für das Buch gemalt. Insbesondere bei dem Kerzenbild war es mir ein Herzanliegen, der Stimmung in jener kleinen Kirche am Ende der Welt gerecht zu werden. Ich ließ sogar einige Freunde vom meditativen Singkreis für mich Sitzen, um ihre Körperhaltung auf Fotos einzufangen, die ich dann beim Malen übernehmen könnte.

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Einige Monate war ich damit beschäftigt, den vor 10 Jahren geschriebenen Text um ca. 30% zu reduzieren. Dies hatte natürlich mehrere Korrekturgänge notwendig gemacht, denn jeder Eingriff in den Text verursacht einen sogenannten Bauschutt, dichte Wortwiederholungen, nicht mehr passende Personalpronomen, überflüssige Interpunktion u.ä. Meine Augen waren längst blind für die Zeichen auf dem Papier - unbewusst las ich mein Buch 'auswendig' und übersah viele Fehler. Drei Paar anderer Augen (deutscher Muttersprachler natürlich) versuchten mir zu helfen. Als ich merkte, dass sich die Korrektoren gegenseitig korrigieren und sogar ihre eigenen Korrekturen später als Fehler markieren, suchte ich weitere Hilfe bei technischen Korrekturprogrammen.

Die Erstellung des druckreifen Buchblocks und Gestaltung des Buchcovers war auch nicht ohne. Genaugenommen, es war die Kompatibilität mit der Technik des Verlages, die mir neue Schwierigkeiten bereitete. Kaum bewältigte ich ein Problem, schon baute sich ein neues vor mir auf. Meistens waren es technische Probleme, was schon dazu führte, dass ich einen neuen Computer nebst vieler Programme kaufen musste. (Mein Konto stöhnt unter der Last ...) Es wundert mich sehr, woher meine Ausdauer kam, nichts schien meine Motivation und Kraft zerstören zu können.

Obwohl mir die Beschäftigung mit dem Buch sehr viel Freude einbrachte, brannte die Sehnsucht in einer Seelenecke, wann ich endlich mal auch ans Malen komme. Nun hoffe ich, dies gelingt mir bald.

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PS.:

Falls Sie meinen Hinweis auf der Startseite nicht gesehen haben: hier der Zugang zur Webseite der Klassischen Route

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